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Hamburger Steuerberater


1. Oktober 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Einen Beruf als Ratgeber in Steuerangelegenheiten zu haben. Der Berater beschäftigt sich überwiegend mit steuerrechtlichen und daneben mit betriebswirtschaftlichen Aufgaben. Steuerberater unterstützen bei der Erstellung der Steuererklärung. Auf Wunsch bearbeitet der Steuerberater die gesamte Steuerangelegenheit. Somit braucht man sich nicht mit der komplexen Themenstellung auseinanderzusetzen. Diese Angelegenheit bearbeitet sodann ein Sachkundiger. Zu den zusätzlichen Aufgabengebieten des Steuerberaters gehören die Herstellung von Jahresabschlüssen, die Anfertigung von Buchführungen, Beurteilung von Steuerbescheiden sowie Vertretung vor Gericht bei Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt. Ein Steuerberater übernimmt für Unternehmen häufig die Buchhaltung, Lohn- und Verdienstabrechnung, Beratungsleistungen hinsichtlich des Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, sowie Beantwortung von betriebswirtschaftlichen Fragestellungen. Darüber hinaus kann der Steuerberater auch die Insolvenzabwicklung und Abwicklung eines Betriebes umsetzen. Ebenso sind Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung, Unternehmensberatung, vormundschaftliche und treuhänderische Aufgaben möglich. Der Arbeitsbereich des Beraters ist jedoch begrenzt und darf nicht darüber hinausgehen. Die weitergehende Beratungsleistung darf beispielsweise lediglich durch einen Rechtsanwalt ergehen. Um die Arbeit eines Steuerberaters auszuüben muss jedermann eine Prüfung ablegen und als Steuerberater rechtmäßig zugelassen worden sein. Die Berechtigung kann über ein Studium an einer Hochschule erfolgen. Voraussetzung ist ein wirtschaftswissenschaftlicher oder juristischer Abschluss. Danach muss man eine praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechts machen. Die Dauer dieser Betätigung bemisst sich nach der zuvor geleisteten Studiumslänge. Bei mindestens 4 Jahren Hochschulstudium sind 2 Jahre vorgeschrieben. Bei weniger als vier Jahren müssen 3 Jahre praktische Ausbildung absolviert werden. Der zweite Weg zur Steuerzulassung erfolgt über eine kaufmännische Ausbildung. Nach dem Abschluss der kaufmännischen Lehre braucht man zehn Jahre Berufserfahrung bevor man eine Zulassung als Steuerberater kriegt. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen Teil und einem mündlichen Leistungsnachweis. Wichtige Themengebiete sind u.a.: steuerliches Verfahrensrecht, Bewertungsrecht, Grundsteuer, Verkehrssteuer, BWL und Rechnungsführung, VWL und Berufsrecht, Allgemeines Zivilrecht, Grundzüge des Zollrechts und Recht der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt sind 3 Arbeiten aus den genannten Gebieten zu schreiben. Der mündliche Teil der Prüfung setzt sich zusammen aus einem Aktenvortrag und 6 weiteren Prüfungsteilen. Nach dem Bestehen der Prüfungen ist schließlich die Bestellung als Berater in Steuersachen möglich. Eine Bestellung ist gleichwohl von der persönlichen Eignung des Prüflings abhängig. Die Bestellung geschieht sodann durch die Steuerberaterkammer. Man erhält eine Berufsurkunde und kann dann schließlich als Steuerberater beschäftigt werden. Man kann sich als Steuerberater selbstständig machen um selbstständig ein Betrieb zu führen oder man tritt einer Gesellschaft bei. Das geht zum Beispiel in Gestalt einer Sozietät als Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Partnergesellschaft mit beschränkter Haftung, Bürogemeinschaft, KG, OHG oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zu unterscheiden ist der Steuerberater von einem Rechtsanwalt, der einen Fachanwalt für Steuerrecht hat. Der Anwalt kann nur rechtliche Beratung erbringen, jedoch nicht die Aufgaben eines Steuerberaters durchführen. Alle zugelassenen Berater sind in einem Verzeichnis, was jedermann zugänglich ist, aufgeführt. Gegenwärtig sind nahezu 94.000 Steuerberater in Deutschland zugelassen. Die Zahl ist 2014 auf 1,7 Prozent angestiegen. Die hohe Anzahl an Steuerberatern ist ein Zeichen für den hohen Bedarf an Steuerberatern. Angesichts der vielfältigen Probleme im Steuerrecht geben zahlreiche Menschen und speziell juristische Personen die Angelegenheit an einen Sachkundigen ab. Die Steuerberater verfügen über ein großes Fachwissen und haben zudem jahrelange Praxis auf dem Spezialgebiet. Für die meisten Probleme kennen die Steuerberater eine Lösung. Bei erheblichen Steuerschwierigkeiten empfiehlt es sich einen Berater zu kontaktieren.