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Steuerberater Hamburg


11. Dezember 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Die Berufsbezeichnung Steuerberater heißt: Eine Beschäftigung als Berater in Steuersachen zu haben. Ein Steuerberater beschäftigt sich mit steuerrechtlichen und daneben mit volkswirtschaftlichen Fragestellungen. Steuerberater unterstützen bei der Erstellung einer Steuererklärung. Bei Bedarf bearbeitet ein Berater den kompletten Steuervorgang. Somit braucht man sich überhaupt nicht mehr mit der schwierigen Themenstellung zu beschäftigen. Diese Aufgaben bearbeitet dann ein Experte. Zu den zusätzlichen Tätigkeitsbereichen eines Steuerberaters zählen die Anfertigung des Jahresabschlusses, die Anfertigung der Buchführung, Überprüfung von Steuerbescheiden und Vertretung vor Gericht bei Auseinandersetzungen mit der Finanzbehörde. Ein steuerlicher Berater bearbeitet für Unternehmen oftmals die Finanzbuchhaltung, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Beratungsgespräche im Bezug auf das Rechnungswesen und der Vermögensverwaltung, sowie Beantwortung von betriebswirtschaftlichen Fragen. Zusätzlich darf der steuerliche Berater auch die Insolvenzabwicklung und Auflösung eines Betriebes umsetzen. Ebenso sind Nachlassverwaltung und Testamentsvollstreckung, Betriebsberatung, vormundschaftliche und treuhänderische Aufgaben machbar. Der Aufgabenkreis des Steuerberaters ist aber beschränkt und darf nicht über die Grenzen hinausgehen. Die weitergehende Beratungsleistung darf z.B. nur durch einen Rechtsanwalt ergehen. Um die Arbeit eines Steuerberaters auszuüben muss jedermann eine Prüfung absolvieren und als Steuerberater zugelassen worden sein. Die Zulassung kann über ein Hochschulstudium erfolgen. Anforderung ist ein betriebswissenschaftlicher oder juristischer Hochschulabschluss. Danach muss man eine praktische Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerrechts machen. Der Zeitraum dieser Tätigkeit bemisst sich nach der im Vorfeld geleisteten Studienzeit. Bei min. 8 Semestern sind 24 Monate unumgänglich. Bei weniger als 4 Jahren müssen 36 Monate praktische Lehre geleistet werden. Der andere Weg zur Zulassung erfolgt über eine kaufmännische Ausbildung. Nach dem Abschluss der kaufmännischen Lehre braucht man 10 Jahre Arbeitserfahrung bevor man eine Zulassung als Steuerberater bekommt. Die Steuerberaterprüfung setzt sich zusammen aus drei schriftlichen Arbeiten und einem mündlichen Leistungsnachweis. Wichtige Prüfungsgebiete sind unter anderem: steuerliches Verfahrensrecht, Bewertungsrecht, Grundsteuer, Verbrauchersteuer, Wirtschaftswissenschaften und Rechnungsführung, Ökonomie und Berufsrecht, Allgemeines Zivilrecht, Grundzüge des Zollrechts und Recht der Europäischen Gemeinschaft. Insgesamt müssen drei schriftliche Arbeiten aus den oben genannten Gebieten angefertigt werden. Die mündliche Prüfung besteht aus einem Aktenvortrag und 6 zusätzlichen Prüfungen. Nach dem Bestehen der Prüfungen ist erst die Ernennung als Berater in Steuersachen ausführbar. Die Ernennung ist auch von der persönlichen Eignung des Prüflings abhängig. Die Bestellung geschieht schließlich durch die Kammer der Steuerberater. Jeder bekommt eine Berufsurkunde und kann dann schließlich als Steuerberater angestellt werden. Man kann sich als Steuerberater selbstständig machen um alleine ein Betrieb zu leiten oder man schließt sich zusammen. Das geht z.B. in Form einer Sozietät als GbR, Partnergesellschaft, Bürogemeinschaft, Kommanditgesellschaft, OHG oder einer GmbH & Co.KG. Zu unterscheiden ist der Steuerberater von einem Anwalt, der einen Fachanwaltstitel für Steuerrecht hat. Der Anwalt kann nur rechtliche Beratung erbringen, aber nicht die komplette Tätigkeit eines Beraters durchführen. Alle tätigen Steuerberater sind in einem Verzeichnis, was für jeden zugänglich ist, aufgeführt. Zurzeit sind fast 94.000 Steuerberater in Deutschland zugelassen. Die Anzahl ist 2014 auf 1,7 % angestiegen. Die hohe Anzahl an steuerlichen Beratern ist ein Symbol für den hohen Bedarf an steuerlichen Beratern. Aufgrund der zahlreichen Schwierigkeiten im Steuergesetz geben zahlreiche Menschen und vor allem Firmen die Angelegenheit an einen Sachkundigen ab. Die Berater verfügen über ein großes Spezialwissen und haben zudem lange Praxis auf dem Spezialgebiet. Für die meisten Probleme wissen die Steuerberater ein Lösungskonzept. Bei erheblichen Steuerschwierigkeiten empfiehlt es sich einen Berater zu kontaktieren.